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8. Juni 2026
Lesezeit: 4 Min. Lesezeit

Incoterms 2020 erklärt: Frachtkosten und Frachtrisiko entschlüsseln

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Logistikexperte
Incoterms 2020 erklärt: Frachtkosten und Frachtrisiko entschlüsseln
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Incoterms 2020 verstehen: Wer zahlt für Fracht und Frachtrisiko

In der komplexen Welt des internationalen Handels ist Klarheit von größter Bedeutung. Incoterms oder International Commercial Terms sind eine Reihe weltweit anerkannter Regeln, die von der Internationalen Handelskammer (ICC) veröffentlicht werden und die Verantwortlichkeiten von Käufern und Verkäufern für die Lieferung von Waren im Rahmen von Kaufverträgen definieren. Die neueste Version, Incoterms 2020, zielt darauf ab, diese Verantwortlichkeiten zu vereinfachen und klarzustellen, globale Transaktionen reibungsloser zu gestalten und Missverständnisse zu reduzieren.

Diese Bedingungen beziehen sich in erster Linie auf zwei kritische Aspekte jeder internationalen Sendung: Kostenverteilung und Risikoübertragung . Wenn Sie wissen, welcher Incoterm für eine bestimmte Sendung gilt, wird festgelegt, wer für die Zahlung verschiedener Frachtkosten wie Verpackung, Verladung, Haupttransport, Versicherung und Zölle verantwortlich ist. Ebenso wichtig ist, dass der genaue Zeitpunkt festgelegt wird, an dem die Gefahr des Verlusts oder der Beschädigung der Ware vom Verkäufer auf den Käufer übergeht. Eine Fehlinterpretation kann zu erheblichen finanziellen Verlusten und Streitigkeiten führen.

Wichtige Kategorien und Verantwortlichkeiten der Incoterms 2020

Die Incoterms 2020 werden je nach Transportart in zwei Hauptgruppen eingeteilt: solche, die für alle Transportarten gelten, und solche, die speziell für den See- und Binnenschiffstransport gelten. In jedem Begriff sind die Verantwortlichkeiten klar dargelegt. Schauen wir uns einige gängige Beispiele an, um die Aufteilung von Kosten und Risiken zu veranschaulichen:

  • EXW (Ex Works): Dieser Begriff legt dem Käufer die maximale Verpflichtung auf. Der Verkäufer stellt die Ware in seinen eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung. Ab diesem Zeitpunkt trägt der Käufer alle Kosten und Risiken, einschließlich Verladung, Transport, Versicherung und Zollformalitäten.
  • FOB (Free On Board): Wird ausschließlich für den See- und Binnenschiffstransport verwendet. Der Verkäufer liefert die Ware an Bord des vom Käufer benannten Schiffes im benannten Verschiffungshafen. Bis zu diesem Zeitpunkt trägt der Verkäufer alle Kosten und Risiken. Sobald die Ware an Bord ist, geht die Gefahr auf den Käufer über, der auch die Haupttransport- und Folgekosten trägt.
  • CIF (Kosten, Versicherung und Fracht): Auch für den See- und Binnenschiffstransport. Der Verkäufer trägt die Kosten und Fracht für den Transport der Ware zum benannten Bestimmungshafen. Der Verkäufer schließt außerdem einen Mindestversicherungsschutz für das Verlust- oder Beschädigungsrisiko des Käufers während des Transports ab. Das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Waren geht jedoch vom Verkäufer auf den Käufer über, wenn sich die Waren an Bord des Schiffes im Verschiffungshafen befinden.
  • DAP (Delivered At Place): Der Verkäufer liefert die Ware, wenn sie dem Käufer auf dem ankommenden Transportmittel zur Entladung am benannten Bestimmungsort zur Verfügung gestellt wird. Der Verkäufer trägt alle Risiken, die mit der Beförderung der Ware zum benannten Ort verbunden sind. Für das Entladen und eventuelle Einfuhrformalitäten ist der Käufer verantwortlich.
  • DDP (Delivered Duty Paid): Dieser Begriff legt dem Verkäufer die maximale Verpflichtung auf. Der Verkäufer liefert die zur Einfuhr freigegebene und entladebereite Ware am benannten Bestimmungsort. Der Verkäufer trägt alle Kosten und Risiken, die mit der Beförderung der Ware zum Bestimmungsort verbunden sind, einschließlich etwaiger Zölle und Steuern.

Auswahl des richtigen Incoterms für Ihr Unternehmen

Die Auswahl des geeigneten Incoterms ist eine entscheidende strategische Entscheidung, die sich auf die Preisgestaltung, die Logistikplanung und das finanzielle Engagement auswirkt. Dies hängt von mehreren Faktoren ab, darunter der Art der Waren, der Transportart, den Fähigkeiten des Käufers und des Verkäufers sowie ihrem bevorzugten Maß an Kontrolle und Risiko. Beispielsweise könnte ein erfahrener Käufer mit starken Logistiknetzwerken EXW bevorzugen, während ein neuer internationaler Käufer möglicherweise die Einfachheit und das geringere Risiko von DDP zu schätzen weiß. Stellen Sie immer sicher, dass der gewählte Incoterm in Ihrem Kaufvertrag klar angegeben ist, um Unklarheiten zu vermeiden.

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